Spielraum nach Emmi Pikler

Der Spielraum für Bewegung und selbständiges Entdecken ist eine Eltern-Kind-Gruppe der etwas anderen „Art“: In einer liebevoll vorbereiteten Umgebung kann sich dein Kind – ohne Hilfe von Erwachsenen – auf Entdeckungsreise machen.

Zu erkunden gibt es dabei geeignete Bewegungsgeräte (Dreiecksständer, Krabbelkiste, Kletterstühle, Kriechtunnel) und verschiedenste Spielmaterialien (Körbe, Bälle, Ringe, Stapelhölzer…), die auf das Alter der Kinder abgestimmt sind.

Das Besondere dabei ist, daß Eltern ihre Kinder beim Spielen aufmerksam beobachten können, ohne in das Geschehen einzugreifen. Für die Erwachsenen ist es ein berührendes Erlebnis zu sehen, wie selbständig und interessiert forschend die Kinder im Raum unterwegs sind.

Die achtsame Begleitung durch die Spielraum-Leiterin ermöglicht es den Eltern, die Entwicklungsschritte ihres Kindes besser zu verstehen, es mit neuen Augen zu sehen und ihm mehr zuzutrauen.

Für wen, wann und wo?

Für alle interessierten Mütter und Väter mit Kinder im Alter von 10 Monaten bis 3 Jahre. Integrationskinder sind gerne willkommen. Eine Gruppe besteht aus max. 8 Kindern ähnlichen Alters. Pro Gruppe finden 9 SpielRaum-Termine statt und 2 abendliche Gesprächsrunden.

Wo:  Spielraum am Mitterweg 110A, Innsbruck West

Die Elternabende sind ein wesentlicher Bestandteil des Pikler-Spielraumes und sind nur gemeinsam buchbar.

ELTERNBEGLEITUNG am Abend

Im Zusammenleben mit Kindern
tun sich viele Fragen auf

Ab wann kann mein Kind verstehen?
Warum mag unser Kind nicht …?
Wie kann ich mein Kind unterstützen?
Wie können wir Kinder in Konfliktsituationen gut begleiten?

Hier ist Raum und Zeit, um uns ungestört darüber zu unterhalten, was dich gerade im Zusammensein mit deinem Kind beschäftigt und gemeinsame   Beobachtungen zu besprechen.

Zitat einer Mutter

„Die Teilnahme an dieser Gruppe war für meinen Sohn und für mich eine wunderbare Erfahrung. Mein Sohn, der eher zurückhaltend im Umgang mit anderen Menschen ist, konnte dadurch in Kontakt zu anderen Kindern kommen und sich so in einer sicheren Umgebung ausprobieren, ohne dass gewisse Erwartungen an ihn oder mich gesetzt wurden.“

„DAS FREIE SPIEL IST DIE HOCHSCHULE FÜR SÄUGLINGE UND KLEINKINDER.“ (E. Pikler)
Das Kind

Das Kind

steht für die gesamte Zeit  im Vordergrund

bekommt eine Menge Zeit zum Spielen, das nicht unterbrochen wird; es kann sich jedoch jederzeit seinen Eltern zuwenden, wenn es deren Nähe braucht

kann selbst entscheiden, womit es sich wann beschäftigen will und wird nicht zum Spielen gedrängt; manche genießen es, vom sicheren Hafen der Mutter/des Vaters aus zuerst das Geschehen längere Zeit zu beobachten, bevor sie selbst aktiv werden

sammelt erste Erfahrungen mit anderen Kindern in einer neuen, unbekannten Gruppe

Die Eltern können ...

Die Eltern können ...

geistig und körperlich zur Ruhe kommen und für diese bestimmte Zeit  mit der Aufmerksamkeit ganz da sein

sich in Ruhe ihrem Kind zuwenden, es beobachten und sich daran freuen, wie es sich auf natürliche Weise entwickelt

lernen, darauf zu vertrauen, daß ihr Kind selbst am besten weiß, welche neuen Herausforderungen es als nächstes in Angriff nehmen möchte oder welche Begegnung mit anderen Kindern  interessant  sind

erleben fachkundige, achtsame Begleitung durch die Interaktion der  Spielraum-Leiterin

Die Spielraum-Leiterin

Die Spielraum-Leiterin

begleitet die Kinder  im Erproben ihrer nächsten Entwicklungsschritte

schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Geborgenheit für die Kinder, wo sie Vertrauen in eine neue, fremde Bezugsperson erlernen und erproben können

teilt ihre Beobachtungen zur Spiel- und Bewegungsentwicklung ihrer Kinder mit den Eltern

Begleitet die Eltern fachkundig bei ihren Erziehungsaufgaben

Über mich

Ich studierte Pädagogik in Innsbruck und arbeitete 11 Jahre als sozialpädagogische Beraterin in Sozialeinrichtungen mit benachteiligten Jugendlichen und Erwachsenen. Es folgte die Ausbildung zur Gestaltpädagogin beim AGB-Ausbildungsinstitut der Arbeitsgemeinschaft für Gruppen-Beratung, Gestaltpädagogik Österreich. Seit der Geburt meiner Tochter 2003 fing ich an, mich für die Arbeiten von Dr. Emmi Pikler zu interessieren und kam seither „nicht mehr davon los“ – in ihren Büchern fand ich das wiedergegeben, wonach ich suchte. 2005 kam mein zweites Kind zur Welt und mein endgültiger Umstieg in die Kleinkindpädagogik stand fest.

Ich absolvierte die Ausbildung zur Kinderkrippen-Pädagogin beim BÖE (Bundesdachverband Österreichischer Elternverwalteter Kindergruppen) und arbeitete 4 Jahre in einer Kinderkrippe.
Seit der Geburt meines dritten Kindes 2011 bin ich Leiterin von Eltern-Kind-Gruppen nach Emmi Pikler.

2013 – 2019 Ausbildung zur Pikler©- Pädgogin in Österreich und Ungarn.

Referentin für Früherziehung.

Der Spielraum nach Emmi Pikler

Wer war Dr. Emmi Pikler
Grundlagen meiner Arbeit sind v.a. die Erfahrungen und Forschungsergebnisse der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler (1902 –1984), deren Namen für eine achtsame Haltung dem Kind gegenüber vom ersten Lebenstag an steht. Sie gründete in der Nachkriegszeit das Kinder- und Säuglingsheim „Lotsy“ in Budapest, wo sie eine Atmosphäre der Geborgenheit schaffte, in der Kinder ohne die üblichen Anstaltsschäden aufwachsen konnten. Sie vertrat die Ansicht, dass sich die Persönlichkeit eines Kindes dann am besten entfalten kann, wenn es sich möglichst selbständig entwickeln darf. Aufgabe der Erwachsenen ist es, dem Kind Geborgenheit zu vermitteln und seine Umgebung so zu gestalten, dass das Kleinkind selbständig aktiv werden kann.

Drei Aspekte sind besonders wichtig:
· Behutsame Pflege in guter Kommunikation mit dem Kind
· Selbständige Bewegungsentwicklung aus eigenem Antrieb und nach eigenem Rhythmus
· Freies ungestörtes Spiel in einer altersgemäßen Umgebung.

www.pikler-hengstenberg.at